Fair-AG - dieser Begriff bezeichnet ein Projekt zur Stärkung der sozialen Kompetenzen. soziales Lernen wird aktiv gefördert; ein Schulhalbjahr lang ist dieses Projekt fest im Stundenplan der Klasse verankert.

PPP zur Fair-AG

Bericht der WN vom 29.02.2012:

 

Fair geht vor

Bericht der WN vom 12.10.2011:

 
 
Die gelben T-Shirts sind das Markenzeichen der Fair-AG. Beim Motivationstag haben Schüler und Eltern viel Spaß an den Übungen, die die Selbstwahrnehmung stärken und die soziale Kompetenz ausbauen sollen.Foto:
Die gelben T-Shirts sind das Markenzeichen der Fair-AG. Beim Motivationstag haben Schüler und Eltern viel Spaß an den Übungen, die die Selbstwahrnehmung stärken und die soziale Kompetenz ausbauen sollen.Foto:
(privat)
 
Lengerich - Seit Beginn des neuen Schuljahres läuft an der Grundschule Stadt ein Projekt zum sozialen Lernen, das maßgeblich von engagierten Eltern getragen wird: die Fair-AG.

Schülerinnen und Schüler der Klassen 2a und 2b ziehen freitags morgens ihr leuchtend gelbes T-Shirt an, das sie selbst gestaltet haben. Das ist das für alle erkennbare Zeichen: Nun geht es los.

Bis zur Realisierung dieses Projekts hat es nach Angaben der Schule ungefähr ein Jahr gedauert. Die Idee kam auf bei der Suche nach einem geeigneten Konzept zur Stärkung der Sozialkompetenzen an der Schule. Über die ISVK (Initiative zum Schutz vor Kriminalität) kam der Kontakt zu zwei Trainerinnen zustande, die bereits in Glandorf und Schwege das Projekt Fair-AG bekannt gemacht und ins Rollen gebracht haben.

Neben Informationsabenden für die Eltern führte die Schulleitung weitere Gespräche, um das Projekt umzusetzen. Die Frage der Finanzierung wurde dank der Unterstützung des Fördervereins der Grundschule Stadt beantwortet.

In der Fair-AG werden laut Bericht durch Übungen, Spiele und Gesprächsanlässe Lernerfahrungen in verschiedenen Schwerpunkten sozialen Lernens gemacht. Dazu gehören unter anderem Schulung der Wahrnehmung, Stärkung des Selbstvertrauens, Förderung kommunikativer Fähigkeiten, Verstärkung des „Wir-Gefühls“, Erkennen unterschiedlicher Gewaltformen und Erarbeitung von Konfliktlösungs-Strategien.

Wer sich selbst besser kennenlerne, seine Gefühle einschätzen könne werde durch das wachsende Selbstvertrauen in die Lage versetzt, mit anderen besser umgehen und in schwierigen Situationen auch die Grenzen der Mitschüler besser akzeptieren zu können. Lernerfolge im sozialen Lernen seien die beste Strategie zur Vermeidung von Streitigkeiten und potenzieller Gewalt.

Eine Trainerin begleitet nun das Eltern-Team an der Grundschule Stadt. Die Fair-AG ist fest in den Stundenplan integriert. Eine Trainerin bereitet mit den Erwachsenen die Stunden vor, leitet diese und die direkt anschließende Nachbesprechung.

Am Samstag hat sich das Elternteam mit Eltern der Grundschule Gellenbeck (dort startet das Projekt nach den Herbstferien) zu einem Motivationstag getroffen. Mit Wilfried Bury von der ISVK wurden verschiedene Übungen und Spiele, die später bei der Arbeit mit den Kindern einsetzen werden, ausprobiert. Die Erwachsenen sammelten nach Angaben der Schule wichtige Erfahrungen in Bezug auf die Selbstwahrnehmung und das Zusammensein mit anderen.

Fazit, nicht nur nach diesem Motivationstag: Die Fair-AG ist gut für Kinder - und für Eltern. Denn das, was man lerne, sei auch für die das Projekt begleitenden Eltern ein Gewinn, den sie mit in ihren Alltag nehmen können.

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