Ganz aktuell - das Projekt "Leselernhelfer"

 Bericht in der WN vom 10.11.2010:

Leseförderung bietet Chancen
 
 
Über die Leseförderung der Stiftung Bildung, Kultur und Kunst freuen sich die Grundschüler in Stadtfeldmark mit den Lehramtsstudentinnen, die als Lesebegleiterinnen eingesetzt sind.
Über die Leseförderung der Stiftung Bildung, Kultur und Kunst freuen sich die Grundschüler in Stadtfeldmark mit den Lehramtsstudentinnen, die als Lesebegleiterinnen eingesetzt sind.
 
Lengerich - Durch die Unterstützung der Stiftung für Bildung, Kunst und Kultur in Lengerich wird möglich gemacht, was sich Eltern, Schüler und Lehrer der Grundschulen Stadt und Stadtfeldmark sowie der Astrid-Lindgren-Schule gewünscht haben: An den drei Schulen wurde ein Leselern-Projekt ins Leben gerufen, das vornehmlich Kindern mit Migrationshintergrund hilft, ihre Lesekenntnisse zu verbessern.

„Lesen als Schlüsselkompetenz ist entscheidend für den Lernerfolg in allen anderen Schulfächern und Lernbereichen, und nur, wer gut lesen kann und fit im Sprachgebrauch ist, kann alle Chancen nutzen, die sich ihm bieten. Das zieht sich natürlich durch die gesamte Schulzeit hindurch und wird wieder wesentlich, wenn später die Ausbildungszeit und die Berufswahl anstehen“, erklärt Walter Steinbeck von der Stiftung Bildung, Kunst und Kultur. Er stattet den drei Bildungseinrichtungen jetzt einen Besuch ab und überzeugte sich, dass die Unterstützung sinnvoll ist.


In der Grundschule Stadt ist die Leseförderung besonders geprägt durch die kleine Gruppengröße: Ein erwachsener Leselernhelfer arbeitet mit zwei Schülern zusammen. Sie treffen sich einmal wöchentlich. Die Kinder wählen in Absprache mit ihren Leselernhelfern die Bücher aus, aus denen sie lesen wollen. Manchmal wird auch eine Zeitschrift mitgebracht oder ein Sachbuch. Darüber hinaus können die Kinder aus der nahezu 900 Medien umfassenden Schülerbücherei auswählen. Dabei ist die Unterstützung der Erwachsenen oft von Vorteil, denn man muss sich angesichts dieser großen Auswahl natürlich auch orientieren.

Die Leseförderung findet nachmittags in den Klassenräumen der Schule statt. Einige Kinder besuchen die Ganztagsschule und sind daher noch in der Schule, andere Kinder kommen zum Lesen nach einer kurzen Mittagspause zu Hause zurück in die Schule. Die Resonanz bei den Eltern ist durchweg positiv, die Plätze in der Leseförderung sind begehrt. Aktuell erhalten 16 Kinder diese intensive Förderung in der Kleingruppe.

In der Astrid-Lindgren-Schule findet die Leseförderung im Schulvormittag statt. Zurzeit nehmen neun Schülerinnen und Schüler teil.

Jeweils zweimal in der Woche treffen sich die erwachsenen Lesehelferinnen mit den Schülerinnen und Schülern und arbeiten mit selbst gewählten Texten, Büchern und auch Spielen, um die Lesefreude zu wecken und die Lesekompetenz zu erweitern.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Leselernhelfern machen die Kinder oft rasch große Fortschritte. Entscheidend für den Erfolg des Projekts ist der Einsatz der Leselernhelfer. Die Kinder wissen: Die Helferin ist in der nächsten Woche wieder für mich da, sie geht auf mich ein, hilft mir und lobt meine Fortschritte. Die Leselernhelfer motivieren ihre Schützlinge und gestalten die Stunden mit Sprachspielen oder Ähnlichem, damit die Kinder die Freude daran bewahren. Die Beziehung zwischen den Kindern und den Leselernhelfern ist in den vergangenen Wochen gewachsen, und sie trägt zu einem nicht unerheblichen Teil zum Erfolg bei.

In der Grundschule Stadtfeldmark haben Lehramtsstudentinnen ein Konzept für das Projekt konzipiert. Jedes Kind liest ein ganzes Buch, oft hat es viele Seiten oder die Sätze sind sehr lang. Zurzeit sind diverse Sachgeschichten oder die Fantasiebücher „Gespensterjäger auf eisiger Spur“ von Cornelia Funke und „Das Schlossgespenst“ von Mira Lobe voll im Trend. In gemischten Kleingruppen treffen sich die Teilnehmer mit und ohne Migrationshintergrund aus allen Jahrgängen einmal in der Woche zum individuellen Lesetraining in vertrauter Atmosphäre im Mehrzweckraum. Zuhause gelesene Kapitel werden in einem Leseheft aufgeführt und dokumentiert. Mit einer Methodenvielfalt findet das Training der Sinnentnahme statt. So kann in Erzählabschnitten der Text wiederholt und in szenisches Spiel umgesetzt werden. Oder die Bearbeitung von Kreuzworträtseln, Arbeitsblättern und Mind-Maps oder die Beteiligung an einem Quiz sind geplant. Das geschieht parallel zum stundenplanmäßigen Unterricht.

Seit Mai erfahren die Kinder diese besondere Förderung und ein Viertklässler merkt jetzt an: „Lesen macht stark.“ Er geht jetzt regelmäßig in die Schülerbücherei und leiht ein Buch aus. Es klappt immer besser mit dem Lesen.

 

Bericht aus der WN vom Do., 20.05.2010:

 

Am Montag, 17.05., bekommt das LeseLernProjekt der GS Stadt endlich Konturen.... und Gesichter: Die LeseLernHelfer treffen sich mit "ihren" Kindern und sprechen den ersten Termin ab. Weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt, das die Stiftung für Bildung, Kunst und Kultur in Lengerich ermöglicht, gibt es bald unter "Schule aktuell".

 

Einige Kinder haben schon Ideen für ein Logo:

Lauras Vorschlag: 

 

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